Selbstbeschreibung

Stefanie Trojan

Stefanie Trojan

Seit sieben Jahren arbeite ich performativ sowohl im Innen als auch im Außenraum.
Ich hinterfrage die Gewohnheiten der Menschen und stelle sie dem Betrachter in einer Aktion wieder gegenüber. Dabei geht es vor allem um gesellschaftliche Verhaltensmuster, um Gewohnheiten, um Alltägliches.

Wie stark werden wir von unserer Umwelt dominiert, sind wir in unserem Zeitkontext gefangen. Ich entwickele meine Performances wie soziale Untersuchungen, überprüfe Routine und Tabu auf ihren Wert und gebe meine Fragen an den Betrachter weiter.

Ich arbeite nicht mit Bildern sondern mit dem Erleben. Eine wesentliche Frage ist: Was kann der Betrachter mit mir erleben? Kann er mit mir über Grenzen der Gesellschaft gehen, über Tabus hinweg? Wo liegen die eigenen Grenzen, die wir uns innerhalb einer Gesellschaft auferlegen? Was sind Traditionen? Warum sind sie uns so wichtig? Und warum sind sie uns so unwichtig? Über uns selbst hinaus wachsen, uns selbst nicht so ernst nehmen, über uns lachen können.

Ich versuche in meinen Arbeiten immer die Gegebenheiten eines Ortes auf zu greifen, auf das Umfeld und die Menschen dort zu reagieren. Ihre Gewohnheiten zu analysieren und sie in Form einer Performance damit zu konfrontieren.

Über die Beschäftigung mit der figürlichen Skulptur bin ich zum Einsetzen meiner eigenen Person als künstlerischem Material und zur Performance gekommen. Wesentlicher Bestandteil meiner Arbeiten ist jedoch die Reaktion des Betrachters. Ich gebe die Aktion an ihn weiter, lasse die Performance durch ihn erst entstehen.
I utilize my own body as an artistic material, with which I investigate figurative sculpture and performance. Performance is a meaningful, appropriate medium to combine with figurative sculpture and to translate my intentions into art. The main concern of my work is humanity. I am interested in the things that we need every day, and what we do or have to do. Further, I work on essential needs and how we interpret them. I occupy myself with the following questions: what is necessary for the human being to save his existence, what is his existence, and what is its result? What is important for the human being? What do they carry around with them, and how important is their outer skin?
My work is about clothing, dwelling, and protecting, but also about flexibility, property, beauty, functionality and social habits. I try to respond to something concerning everyone, but I realize that the significance could be altered if the work was presented in a different context or for another social class.

In the past four years I have done several performances, both in galleries and performance spaces, and outdoors and in public spaces. My work involves the reaction of the observer. I pass the action on to him and make him part of the performance.
The human being always reacts to another human being. The main conditions, the basic understandings are the same.