Monika Kapfer: ewige Muster

ewige Muster


15.6.-20.7.2007

Monika Kapfer zeigt in der Galerie Royal erstmals eine größere Auswahl ihrer Zeichnungen im Kontext einer installativen Raumarbeit. Wiewohl beide Elemente klar zu trennen sind, ergänzen und kommentieren sie sich aber doch auf vielschichtige Weise, nicht zuletzt durch das beiderseitige Rekurrieren auf eine Reihe von geometrischen Formen und Motiven bzw. Mustern.Die Buntstiftzeichnungen, die seit einigen Jahren in disziplinierter Regelmäßigkeit, beinahe tagebuchartig, entstehen, sind kleinformatige, hochkonzentrierte und akkurate Preziosen, mittig aufs Papier gesetzt, wie Vignetten, deren Motive von komplett nichtgegenständlichen, oft geometrischen Bildfindungen über stilisierte Landschaftsausschnitte bis hin zu isolierten Gegenständen reichen können.Dem gegenüber steht der installative Teil der Ausstellung, der sich – wie gesagt – teilweise auf ähnliche Muster bezieht wie die Zeichnungen, der andererseits aber auch sehr konkret ein im Ausstellungsraum prominentes Muster aufgreift: nämlich die Plattenstruktur des Natursteinbodens, welcher von Kapfer gewissermaßen um die Ecke gedacht, bzw. an die Wand gestellt wird.

Wie in vielen ihrer Arbeiten beweist Monika Kapfer auch hier einen sehr klugen und aufmerksamen Blick für verhandelnswerte formale Fragen in der gegenwärtigen Kunst überhaupt; zugleich eine seltene Sensibilität für das Vorhandene, scheinbar Nebensächliche, für Muster und Formen (zum Teil auch für Materialien), die uns ständig umgeben und deren ästhetische Qualität erst wieder freigelegt werden muß. Und schließlich: erweist sich Monika Kapfer wieder einmal als Virtuosin darin, Raum mit wenigen Eingriffen komplett umzudefinieren, bestimmte Aspekte zu verstärken, andere gegen den Strich zu lesen, vor allem aber: sich den Raum mit spielerischer Leichtigkeit anzueignen.